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Der lange Weg vom
"Modeliersaal für Männer"
über die
"Höhere Bundeslehranstalt für Frauenberufe"
der
"Höheren Lehranstalt für Wirtschaftliche Berufe
zum
CHS dem "Centrum Humanberuflicher Schulen"

1887 bis zum 2. Weltkrieg

Seit 1887 besteht am jetzigen Standort in der Richard Wagnerstraße ein Schulgebäude (kurzzeitig allerdings auch als Krankenhaus verwendet), welches verschiedenartigste Schultypen beherbergt hat und auch heute beherbergt. 
Begonnen hat es als

"Offener Zeichen- und Modelliersaal für Männer" und "Offener Zeichensaal für Damen" im Schuljahr 1887/88.

Ab dem Jahr 1908 wurde neben der "Meisterschule für Bau- und Möbeltischlerei", der Kunsthandwerkschule auch die "Frauengewerbeschule für Weißnähen und Kleidermachen"  und ab 1912 die "Koch- und Haushaltungsschule" geführt. 

Ab dem Schuljahr 1922 wurde die Schule "Bundeslehranstalt für Bau-, Kunstgewerbe und Frauenberufe" genannt.

Geschlechtertrennung 1949

Die Trennung zwischen den "Geschlechtern" fand im Jahre 1949 statt. Aus der "männlichen" sog. "Staatsbauschule" wurde in der Folge die HTL (im Volsmund "Baufachschule") und aus dem "weiblichen" Zweig entstand die

"Hauswirtschaftssschule" mit der "Fachschule für Damenkleidermachen und Wäschewarenerzeugung"

im Volsmund "Knödelakademie".

Aus der etwas despektierlich genannten Knödelakademie wurden 1959 die

"Höhere Bundeslehranstalt (HBLA) für wirtschaftliche Frauenberufe" und die "Fach- und Meisterschule für Damenkleidermacher"

Die erste Matura 1963

Die erste Matura in der "Höheren" fand unter der Direktion von Mathilde Supan im Juni 1963 statt.
Unter der Führung der Direktoren Dr. Margaretha Strieder und Mag. Walter Hartmann wuchs die Schule stetig.

Die HTL wird 1981 "weggesiedelt" und 1987 die Schule "entfraut"

Unter der Leitung von Hofrat OStR Dkfm. Walter Widmann fand 1980/81 auch die "physische Trennung von HTL und HBLA statt, d.h. die gesamte Schulliegenschaft in der Richard Wagnerstraße stand der Wirtschaft und der Mode zur Verfügung.
1987 wurde aus der Schulbezeichnung die "Frau" elminiert und es gab ab diesem Zeitpunkt an dem Standort die  

HBLA für Mode und Bekleidungstechnik.

und die

Höhere Lehranstalt (HLA) für wirtschaftliche Berufe.

Interessanterweise maturierten aber schon ab 1981 männliche Schüler höchst erfolgreich in den "wirtschaftlichen Frauenberufen".

 

Das Angebot an Ausbildung wird 2000 und 2001 verbreitert

Die Schule wuchs in den Folgejahren beständig und hatte im Jahre 1989 über 850 Schüler.

Zu den den zwei klassischen Schultypen kamen unter der Leitung von Hofrat OStR Dr. Josef Koschitz 1999 die

Höhere Lehranstalt für Künstlerische Gestaltung 
und 2000 bzw. 2001 die

Höhere Lehranstalt für Kommunikation und Mediendesign mit dem
Kolleg für Kommunikation und Mediendesign.

Daraus resultierte, dass plötzlich vier voneinander völlig verschiedene Schultypen unter einer Direktion und unter einem Dach existierten.

Die Schülerzahl wuchs auf über 1200 an.

Das Centrum Humanberuflicher Schulen (CHS-Villach) entsteht 2003

Die Größe der Schule und die Vielfältigkeit der Ausbildungszweige brachte, sowohl für Eltern, Lehrkräfte und Auszubildende, Schwierigkeiten die Übersicht zu bewahren.
4 Schultypen mit mehreren Fachabteilungen, über 1200 Schülerinnen und Schüler, sowie die Verbindung des Hauptgebäudes mit dem ehemaligen, unter Denkmalschutz stehenden, sanierten KELAG-Gebäude verlangten nach einer Lösung.

Unter der Direktion von Hofrat OStR Mag. Günther Weiss wurde zum einen eine räumliche Lösung gefunden:
die Höhere Lehranstalt für Kommunikation und Mediendesign (Abteilungsleiter Prof. Gert Steinthaler) kam in das dafür adaptierte KELAG-Gebäude,
dieHöhere Lehranstalt für Künstlerische Gestaltungmit diversen Ateliers (Abteilungsleiterin Prof. Johanna Sadounig) belgte den 3.Stock des Hauptgebäudes,
die Höhere Lehranstalt für Mode, Grafik und Design (Abteilungsleiterin FV Barbara Stingl) mit den Werkstätten kam in den 2. Stock und
dieHLW (Höhere Lehrastalt für Wirtschaftliche Berufe) unter der Leitung von FV StR Gertraud Tomaschitz mit den Wirtschaftsräumen, Küchen, Ausbildungsbar und Keller wurde im 1. Stock und im Erdgeschoss angesiedelt. 

Zum anderen bekam der gesamte Schulomplex, um die verschiedenen Schultypen gemeinsam ansprechen zu können, ab dem Schuljahr 2003/04 den Namen

Centrum Humanberuflicher Schulen des Bundes (CHS)

Was aber nicht die Eigenständigkeit der Schultypen beeinflusste. Um die etwas sperrigen Schultypenbezeichnungen abzukürzen, wurden ihnen die Namen

Wirtschaft, Mode, Kunst und Medien 

zugeordnet.

Der damals in der Kunstabteilung unterrichtende, spätere Studiengangleiter für Bionik der Fachhochschule Kärnten, Prof. Peter Piccottini, entwarf ein Schullogo, welches ab 2004 offiziell verwendet wurde.
Die vier Abteilungen bekamen auch eine Farbe und einen Schriftzug zugeordnet.

Barrierefrei und Zentralmatura

Von 2009/10 bis 2018 wird die Schule von Frau Hofrätin Prof. Mag. Jutta Rom geleitet.

In die Zeit ihrer Leitung wurde die Zentralmatura eingeführt, eine farbenfohe und lebendige Innengestaltung des Schulhauses durchgeführt, die beiden Turnsäle vollständig renoviert und die Abteilungslogos den modernen Grafikansprüchen angepasst.

Beide Gebäude wurden unter ihrer Führung den Bedürfnissen und Ansprüchen behinderter Menschen angepasst, d.h. die gesamte Schule ist barrierefrei.

Frau Direktor Rom war auch von 2012 bis  2015 Obfrau des Absolventebundes.

Mit Beginn des Schuljahres 2018/19 wurde die Schule provisorisch von OStR Prof. Mag. Annemarie Mischitz geleitet.


Völlig überraschend ist Mag. Mischitz zu Beginn des Jahres 2019 verstorben, so dass die provisorische Leitung in die Hände von Prof. Dr. Petra Mayer gelegt wurde.


Über die Jahre des Bestehens seit 1887 werden sicherlich über 10.000 Studierende an diesem Standort ihre Ausbildung bekommen haben.

Über die Schulgeschichte gibt es eine umfassende Arbeit aus dem Jahr 1988 vom damaligen Administrator und langjährigen Direktor der Schule Hofrat OStR Dr. Josef Koschitz.(100 Jahre HBLA). Sie kann über die Direktion des CHS erworben werden.

Die Problematik der Organisation und Administration des Schulzentrums wird hier in einem kurzen Abriss (2005) vom ehemaligen Leiter des Schulzentrums Hofrat OStR Mag. Günther Weiss beschrieben.